Public Health
Aus Michael Wodnar Coaching
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Gesundheitswissenschaft (englisch: Public Health) hat sich seit Anfang der 1990er Jahre in Deutschland etabliert. Beide Begriffe werden synonym verwendet, wobei eine Tendenz zum Begriff Public Health auszumachen ist. Haisch, Weitkunat und Wildner (1999, S. 317) definieren Gesundheitswissenschaften als die "Wissenschaft und Praxis der Krankheitsverhütung, Lebensverlängerung und Gesundheitsförderung durch organisierte, gemeindebezogene Maßnahmen; ein interdisziplinäres Gebiet, das sich mit Gesundheit und ihren Determinanten befasst". Schwartz (1998) spricht von der "Analyse, Bewertung und Organisation von Gesundheitsproblemen in der Bevölkerung und ihrer Verhinderung, bzw. Bekämpfung mit angemessenen, wirksamen und ökonomisch vertretbaren Mitteln”. Public Health kann auf eine 100-jährige angelsächsische Tradition zurückblicken, wie an der Universität Edinburgh, Schottland, oder an der Harvard University, USA. Die wissenschaftlichen Grundlagen sind die Ökonomie mit der Gesundheitsökonomie, die Politikwissenschaften mit der Gesundheitspolitik und die Managementwissenschaften mit dem Qualitätsmanagement. Die Gesundheitswissenschaft ist theoretisch, empirisch und anwendungsbezogen angelegt. In Anlehnung an die Definition der Weltgesundheitsorganisation beschäftigen sich die Gesundheitswissenschaften mit den geistigen, körperlichen, psychischen und sozialen Bedingungen von Gesundheit und Krankheit, sowie ihrer systemischen Verknüpfung. |
Bei der Frage nach der besten gesundheitlichen Versorgung einer Bevölkerung (vgl. Schwartz, 1998) integriert sie interdisziplinär die Epidemiologie, Medizin, Ökonomie, Psychologie, Politologie, Sozialpolitik, Soziologie und Statistik. Das Spektrum humanwissenschaftlicher Disziplinen, welche die Gesundheitswissenschaften curricular umschreiben, sind:
International haben die Gesundheitswissenschaften, bzw. Public Health an Bedeutung gewonnen, wie der Weltbericht Gewalt und Gesundheit belegt. Mit Blick auf die praktische Umsetzung bekommt das Gesundheitsmanagement immer mehr Gewicht. Im besonderen Falle wird der Schwerpunkt auf die komplementären, psychosozialen und integrativen Gesundheitswissenschaften gelegt, mit zusätzlichem Blickwinkel auf die Entstehung von Gesundheit („Salutogenese“ nach Antonovsky), und unter Miteinbeziehung die Schulmedizin ergänzender Verfahren, wo u.a. im Bereich der „evidence based medicine“, Ayurveda, TCM, Homöopathie, Tiefenpsychologie, Chirotherapie, uvm., zur Anwendung kommen. |